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title: "Was ist ein Rabattgutschein? So erstellen Sie im E-Commerce einen Gutscheincode und setzen ihn gewinnbringend ein"
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# Was ist ein Rabattgutschein? So erstellen Sie im E-Commerce einen Gutscheincode und setzen ihn gewinnbringend ein

> Was ist ein Rabattgutschein und wie erstellt man einen Gutscheincode? Gutscheinarten, Prozent oder Festbetrag, Mindestwarenkorb und Gültigkeit, Gewinnberechnung und Erfolgsmessung.

Der Gutschein ist eines der ältesten, aber am häufigsten falsch eingesetzten Marketinginstrumente des E-Commerce. Ein gut konzipierter Gutschein bringt die erste Bestellung, macht aus einem im Warenkorb liegen gebliebenen Produkt einen Verkauf und holt abgewanderte Kunden zurück. Ein schlecht konzipierter gewährt einem Kunden, der ohnehin gekauft hätte, einen unnötigen Rabatt, gelangt auf Gutscheinportale und schmälert den Gewinn unbemerkt.

In diesem Leitfaden erklären wir anhand von Beispielen den Begriff des **Rabattgutscheins**, die Gutscheinarten, wie man einen Gutscheincode Schritt für Schritt erstellt, wie man den Gutscheinwert anhand der Gewinnmarge festlegt und wie man die Gutscheinleistung misst.

Kerngedanke

„Ein guter Gutschein gibt dem Kunden keinen ‚Rabatt‘, sondern die Antwort auf die Frage ‚Warum jetzt?‘. Ein Gutschein ohne Ziel, Zielgruppe und Grenze ist kein Marketing, sondern eine Spende aus Ihrem eigenen Gewinn.“

## Was ist ein Rabattgutschein?

Ein Rabattgutschein ist ein Aktionsinstrument, mit dem ein Kunde auf seine Bestellung einen Rabatt, kostenlosen Versand oder ein Geschenkprodukt erhält, indem er im Zahlungsschritt einen Code eingibt oder einen seinem Konto zugewiesenen Vorteil nutzt. Der Gutscheincode ist die Buchstaben- und Zahlenfolge, die diesen Vorteil trägt; der Code „HOSGELDIN10“ kann beispielsweise 10 % Rabatt auf die erste Bestellung bedeuten.

Gutscheine lassen sich in zwei Gruppen einteilen: **öffentliche Gutscheine** sind Aktionscodes, die viele Kunden nutzen können, **personalisierte Gutscheine** dagegen werden für einen einzelnen Kunden erzeugt und meist nur einmal eingelöst. Anders als ein Aktionsrabatt wird der Nachlass nicht automatisch für alle gewährt, sondern nur dem Kunden, der den Code kennt oder ihn zugeschickt bekommt.

## Wozu dient ein Rabattgutschein?

Ein Gutschein dient dazu, ein bestimmtes Kundenverhalten auszulösen; ein Gutschein ohne klares Ziel ist lediglich eine Preissenkung.

- **Gewinnt die erste Bestellung:** Ein Willkommensgutschein gibt dem Erstbesucher, der dem Shop noch nicht vertraut, einen Grund, den ersten Schritt zu tun.
- **Rettet abgebrochene Verkäufe:** Ein Gutschein, der an Kunden geschickt wird, die ein Produkt in den Warenkorb gelegt und die Seite verlassen haben, kann Zögern in einen Verkauf verwandeln.
- **Holt abgewanderte Kunden zurück:** Ein persönlicher Gutschein für Kunden, die lange nicht bestellt haben, kann sie wieder zu aktiven Kunden machen.
- **Erhöht den durchschnittlichen Warenkorbwert:** Ein Gutschein für Bestellungen ab einem bestimmten Betrag bringt Kunden dazu, ein weiteres Produkt in den Warenkorb zu legen.
- **Macht Kanäle messbar:** Mit einem eigenen Code für jeden Kanal lässt sich leichter erkennen, wie viele Bestellungen der jeweilige Kanal bringt.
- **Sammelt E-Mail-Adressen und Einwilligungen:** Ein Gutschein für alle, die in einem Pop-up ihre E-Mail-Adresse hinterlassen, ist der gängigste Weg, den Newsletter-Verteiler zu vergrößern.

Lesetipp

E-Commerce-Kampagnenkalender

: So erstellen Sie einen Kampagnenplan, der das ganze Jahr über Umsatz bringt

## Welche Arten von Rabattgutscheinen gibt es?

Im E-Commerce kommen sechs Grundtypen von Gutscheinen zum Einsatz: Prozentrabatt, fester Rabattbetrag, kostenloser Versand, Geschenkartikel, Mengenaktion und ein gestaffelter Gutschein, der an den Mindestwarenkorbwert gebunden ist.

*Görsel: Arten von Rabattgutscheinen: Prozentrabatt, Festbetrag, kostenloser Versand, Geschenkprodukt, Mengenaktion „3 kaufen, 2 bezahlen“ und Gutschein mit Mindestwert (Die sechs Grundtypen von Rabattgutscheinen, die im E-Commerce verwendet werden.)*

| Art | Beispiel | Am besten geeignet für | Achtung |
| --- | --- | --- | --- |
| Prozentrabatt | 10 % Rabatt | Willkommen, Rückgewinnung | Bei einem großen Warenkorb wächst auch der Rabatt |
| Fester Betrag | 75 TL Rabatt | Durchschnittlichen Warenkorbwert steigern | Bei einem kleinen Warenkorb wird der Prozentsatz sehr hoch; ein Mindestbetrag ist Pflicht |
| Kostenloser Versand | Kostenloser Versand | Warenkorbabbrüche verringern | Die Versandkosten gehen zulasten der Marge |
| Geschenkartikel | Dem Warenkorb wird ein Muster hinzugefügt | Neue Produkte einführen, Lagerbestand abbauen | Die Kosten des Geschenks müssen einkalkuliert werden |
| Mengenaktion | 3 kaufen, 2 bezahlen | Verbrauchsmaterial und ergänzende Produkte | Günstige und teure Produkte sollten nicht vermischt werden |
| Gutschein mit Mindestwert | 75 TL Rabatt ab 750 TL | Durchschnittlichen Warenkorbwert steigern | Die Schwelle sollte etwas über dem aktuellen Durchschnitt liegen |

## Wie erstellt man einen Gutscheincode?

Einen Gutscheincode zu erstellen bedeutet mehr, als einen Rabattbetrag einzugeben; es muss auch festgelegt werden, wer den Gutschein unter welcher Bedingung, wie lange und wie oft einlösen kann. Die folgenden sieben Einstellungen sind die Entscheidungen, die bei jedem Gutschein zu treffen sind:

*Görsel: So erstellen Sie einen Gutscheincode: Panel mit den Gutscheineinstellungen für Code, Rabatt, Mindestwarenkorbwert, Gültigkeit, Nutzungslimit, Geltungsbereich und Kombinierbarkeit (Die sieben Einstellungen, die bei einem Gutschein festzulegen sind.)*

1. **Gutscheincode:** Wählen Sie einen kurzen, gut lesbaren Code, der die Aktion beschreibt. Bei personalisierten Gutscheinen sollte der Code vom System zufällig erzeugt werden.
2. **Rabatt:** Die Art (Prozent, fester Betrag, Versand, Geschenk) und der Betrag. Wie sich der Betrag anhand der Gewinnmarge festlegen lässt, wird weiter unten erklärt.
3. **Mindestwarenkorbwert:** Der niedrigste Warenkorbwert, ab dem der Gutschein gilt. Ohne Mindestbetrag werden kleine Bestellungen bei Gutscheinen mit festem Betrag zum Verlustgeschäft.
4. **Gültigkeit:** Start- und Enddatum. Ein kurzer Zeitraum erzeugt Dringlichkeit; ein unbefristeter Gutschein sickert mit der Zeit durch und gerät in Vergessenheit.
5. **Nutzungslimit:** Die Gesamtzahl der Einlösungen und das Einlösungsrecht pro Person. Ein Willkommensgutschein sollte pro Person nur einmal einlösbar sein.
6. **Geltungsbereich:** Die Kategorien, Marken oder Produkte, für die der Gutschein gilt. Bereits reduzierte Produkte oder Produkte mit sehr niedriger Marge können ausgeschlossen werden.
7. **Kombinierbarkeit:** Ob der Gutschein zusammen mit anderen Aktionen und Gutscheinen verwendet werden kann. Kombinierte Rabatte können zu einem unvorhergesehen hohen Gesamtnachlass führen.

Tipp

Verwenden Sie keine leicht zu verwechselnden Zeichen im Code

Bei von Hand eingegebenen Codes führen ähnlich aussehende Zeichen wie 0 und O, 1 und I sowie l zu Eingabefehlern und zu Beschwerden wie „Der Gutschein funktioniert nicht“. Wählen Sie öffentliche Codes aussagekräftig und kurz (z. B. YAZ15) und erzeugen Sie personalisierte Codes als Zufallsfolgen ohne diese Zeichen.

## Wie legt man den Gutscheinbetrag anhand der Gewinnmarge fest?

Der Gutscheinbetrag ist ein Teil des Gewinns, der von der Bestellung übrig bleibt. Der maximal mögliche Rabatt ergibt sich daher, indem man vom Bruttogewinn pro Bestellung die Bestellkosten abzieht. Übersteigt der Gutschein diesen Betrag, wird die Bestellung zum Verlustgeschäft.

**Beispiel:** Bei einer Bestellung mit einem Warenkorbwert von 600 TL und einer Bruttogewinnmarge von 40 % beträgt der Bruttogewinn 240 TL. Fallen für Versand und Verpackung 55 TL an, bleiben von der Bestellung 185 TL übrig.

| Gutschein | Rabatt | Verbleibt von der Bestellung | Ergebnis |
| --- | --- | --- | --- |
| Kein Gutschein | 0 TL | 185 TL | Gewinn |
| 10 % Rabatt | 60 TL | 125 TL | Gewinn |
| 20 % Rabatt | 120 TL | 65 TL | Geringer Gewinn |
| 30 % Rabatt | 180 TL | 5 TL | Gewinnschwelle |
| 35 % Rabatt | 210 TL | −25 TL | Verlust |

In diesem Beispiel macht jeder Gutschein über 30 % die Bestellung zum Verlustgeschäft. Ist das Ziel des Gutscheins jedoch, die erste Bestellung zu gewinnen, und der Kunde kauft anschließend erneut, lässt sich der geringe Gewinn der ersten Bestellung durch die Folgebestellungen ausgleichen; diese Rechnung sollte zusammen mit dem Customer Lifetime Value angestellt werden.

### Wann amortisiert sich ein Gutschein?

Ein Gutschein ist rentabel, wenn der Gewinn aus den zusätzlichen Bestellungen, die er bringt, den Rabatt deckt, der auch auf Bestellungen gewährt wird, die ohnehin eingegangen wären. Nehmen wir im obigen Beispiel an, dass mit einem 10-%-Gutschein 200 Bestellungen eingehen und 120 davon auch ohne Gutschein aufgegeben worden wären: Der Rabatt auf diese 120 Bestellungen beträgt 120 × 60 = 7.200 TL. Der Gewinn der 80 zusätzlichen Bestellungen, die der Gutschein bringt, beträgt 80 × 125 = 10.000 TL. Der Gutschein hinterlässt in diesem Fall einen Nettogewinn von 2.800 TL; läge die Zahl der zusätzlichen Bestellungen unter 58, würde er Verlust bringen.

Lesetipp

Gewinnmargenrechner: So berechnen Sie die Gewinnmarge im

E-Commerce

(Rechner und Beispiele)

## Prozentgutschein oder Gutschein mit festem Betrag?

Ein Prozentgutschein wirkt bei kleinen Warenkörben attraktiv, aber mit dem Warenkorb wächst auch der Rabatt; ein Gutschein mit festem Betrag verhindert, dass der Rabatt bei großen Warenkörben mitwächst, bleibt bei kleinen aber prozentual sehr hoch.

*Görsel: Vergleich Prozentgutschein und Festbetragsgutschein: Rabattbeträge eines 10-%-Gutscheins und eines 75-TL-Festbetragsgutscheins bei Warenkörben von 750, 1.000, 1.500 und 2.000 TL (Rabattbetrag eines 10-%-Gutscheins im Vergleich zu einem festen 75-TL-Gutschein bei denselben Warenkörben.)*

Bei einem Warenkorb von 750 TL gewähren beide 75 TL Rabatt. Bei einem Warenkorb von 2.000 TL gibt der 10-%-Gutschein 200 TL Rabatt, während der feste Gutschein bei 75 TL bleibt. Daher gilt:

- **Ein Prozentgutschein** eignet sich, wenn Sie dem Kunden die Botschaft „Je mehr Sie kaufen, desto mehr sparen Sie“ vermitteln möchten und die Produktpreise nah beieinanderliegen.
- **Ein Gutschein mit festem Betrag** eignet sich, wenn die Warenkorbgrößen stark schwanken und Sie bei großen Bestellungen die Marge schützen möchten; er muss unbedingt mit einem Mindestwarenkorbwert kombiniert werden.
- Eine **Obergrenze für den Rabatt** (z. B. höchstens 150 TL) bei einem Prozentgutschein vereint die Vorteile beider Ansätze.

## Öffentlicher oder personalisierter Gutschein?

Ein öffentlicher Gutschein erreicht schnell ein breites Publikum, lässt sich aber schwer kontrollieren; ein personalisierter Gutschein geht nur an den gewünschten Kunden und kann nicht missbraucht werden.

| Thema | Öffentlicher Gutschein | Personalisierter Gutschein |
| --- | --- | --- |
| Beispiel | Aktionscode YAZ15 | Zufälliger Einmalcode |
| Reichweite | Soziale Medien, Newsletter, Werbung | E-Mail, SMS, Kundenkonto |
| Risiko der Weitergabe | Hoch; kann auf Gutschein-Portalen landen | Keines; der Code funktioniert nur für eine Person |
| Messung | Pro Kanal | Pro Kunde |
| Am besten geeignet für | Aktionszeiträume, Kanalmessung | Willkommen, Warenkorbrettung, Rückgewinnung |

Gelangt ein öffentlicher Code auf Gutschein-Portale, sucht ein Kunde, der ohnehin kaufen wollte, im Bestellvorgang nach einem Code und erhält einen Rabatt. Deshalb sollten Codes mit hohem Rabatt zeitlich und mengenmäßig begrenzt sein, und dauerhafte Rabatte sollten über personalisierte Gutscheine gewährt werden.

## Wie verhindert man Gutscheinmissbrauch?

Gutscheinmissbrauch liegt vor, wenn ein Gutschein von nicht vorgesehenen Personen oder häufiger als vorgesehen verwendet wird. Die häufigsten Formen und die passenden Gegenmaßnahmen sind:

- **Mehrfachnutzung über verschiedene Konten:** Dieselbe Person registriert sich mehrfach mit unterschiedlichen E-Mail-Adressen, um den Willkommensgutschein zu erhalten. Neben einer Begrenzung pro Person macht die Prüfung von Bestellungen mit derselben Lieferadresse oder Telefonnummer diese Nutzung sichtbar.
- **Weitergabe des Codes:** Ein Code, der personenbezogen sein sollte, wird an öffentlichen Orten geteilt. Einmalcodes, die an den Kunden gebunden sind, beseitigen dieses Risiko.
- **Gutscheinvorteil durch Retouren:** Ein mit Gutschein gekauftes Produkt wird zurückgegeben, und der Gutschein soll erneut verwendet werden. Ob der in einer retournierten Bestellung verwendete Gutschein erneut gutgeschrieben wird, sollte vorab als Regel festgelegt werden.
- **Kombination mehrerer Gutscheine:** Mehrere Codes werden in derselben Bestellung angewendet. Die Kombinationsregel muss bei jedem Gutschein klar definiert sein.

Diese Maßnahmen machen den Gutschein nicht weniger attraktiv; sie stellen lediglich sicher, dass er tatsächlich den gewünschten Kunden in der gewünschten Anzahl erreicht.

## Wann sollte man einen Gutschein einsetzen?

Ein Gutschein wirkt an bestimmten Momenten der Customer Journey am stärksten. Die effektivsten Einsatzbereiche sind:

| Moment | Gutschein | Zweck |
| --- | --- | --- |
| Neue Registrierung | Willkommensgutschein | Die erste Bestellung gewinnen |
| Im Warenkorb gebliebenes Produkt | Warenkorb-Erinnerungsgutschein | Einen unvollständigen Verkauf abschließen |
| Nach der Lieferung | Dankeschön-Gutschein | Die zweite Bestellung anstoßen |
| Lange keine Bestellung | Rückgewinnungsgutschein | Abgewanderte Kunden zurückholen |
| E-Mail-Adresse hinterlassen | Pop-up-Gutschein | Den Newsletter-Verteiler vergrößern |
| Aktionszeitraum | Öffentlicher Code | Schnell Umsatz und Traffic |

*Görsel: Gutscheinablauf: Schritte Auslöser, Gutscheinerzeugung, Versand, Einlösung und Messung (Die fünf Schritte eines automatischen Gutscheins, vom Auslöser bis zur Messung.)*

Gemeinsam ist diesen Momenten, dass der Gutschein automatisch als Reaktion auf ein Kundenverhalten versendet werden kann. Manuell verwaltete Gutscheinaktionen geraten mit der Zeit ins Stocken, während automatische, ereignisgesteuerte Gutscheine jeden Kunden zum richtigen Zeitpunkt erreichen.

Lesetipp

Was ist der Customer Lifetime Value (CLV) und wie wird er berechnet? (Rechner und Beispiele)

## Wie kommuniziert man einen Gutscheincode?

Der Kanal, über den ein Gutschein bekannt gemacht wird, bestimmt, wer ihn einlöst. Derselbe Gutschein erreicht über verschiedene Kanäle unterschiedliche Kunden; deshalb wird der Kanal nach dem Zweck des Gutscheins gewählt.

- **E-Mail:** Der Hauptkanal für personalisierte Gutscheine. Nennen Sie Rabatt und Ablaufdatum deutlich in der Betreffzeile und zeigen Sie den Code im oberen Bereich der E-Mail in kopierbarer Form an.
- **SMS:** Geeignet für zeitlich begrenzte, dringende Angebote; sie wird nur an Kunden gesendet, die ihre Einwilligung zu Nachrichten erteilt haben. Halten Sie die Nachricht kurz und setzen Sie den Code in eine eigene Zeile.
- **Ankündigungsleiste auf der Website:** Die einfachste Möglichkeit, einen öffentlichen Aktionscode allen Besuchern zu zeigen; sie verhindert außerdem, dass Besucher die Seite verlassen, um im Bestellvorgang nach einem Code zu suchen.
- **Pop-up:** Wird eingesetzt, um Personen, die ihre E-Mail-Adresse hinterlassen, einen Gutschein zu geben. Es stört weniger, wenn es erst gezeigt wird, nachdem der Besucher die Website ein wenig durchstöbert hat, und nicht sofort beim Öffnen der Seite.
- **Soziale Medien:** Exklusive Codes für Follower machen messbar, welches Konto Bestellungen bringt.
- **Versandpaket:** Ein Gutschein für die zweite Bestellung auf einer kleinen Karte im Paket erreicht den Kunden, während er das Produkt in den Händen hält.

## Was ist Gutscheinabhängigkeit und wie verhindert man sie?

Gutscheinabhängigkeit bedeutet, dass Kunden lernen, ohne Gutschein nicht mehr einzukaufen. In einem Shop, der ständig und in vorhersehbaren Abständen Gutscheine verschickt, wartet der Kunde auf den nächsten Gutschein; Verkäufe ohne Gutschein gehen zurück, und der Rabatt wird zu einem festen Bestandteil des Preises.

Um das zu verhindern, sollten Gutscheine an bestimmte Verhaltensweisen geknüpft werden: erste Bestellung, abgebrochener Warenkorb, längere Zeit ohne Einkauf. Kunden, die regelmäßig einkaufen, können anstelle eines Rabatts Vorteile erhalten, die die Marge weniger belasten, etwa früheren Zugang, ein Geschenkprodukt oder kostenlosen Versand. Der Anteil der Bestellungen mit Gutschein sollte jeden Monat beobachtet werden; steigt er kontinuierlich, sollte die Häufigkeit der Gutscheine reduziert werden.

## Wie erstellt man einen Beispiel-Gutscheinplan?

Gutscheine als Plan statt als einzelne Aktionen zu betrachten, verhindert Überschneidungen und dass der Gesamtrabatt außer Kontrolle gerät. Die folgende Tabelle zeigt beispielhaft den dauerhaft laufenden Gutscheinplan eines Shops; die Prozentsätze dienen nur als Beispiel:

| Gutschein | Für wen? | Angebot | Gültigkeit | Regel |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Willkommen | Neues Mitglied | %10 | 14 Tage | Einmal pro Person, rabattierte Produkte ausgenommen |
| Warenkorbrettung | Hat Produkte im Warenkorb gelassen | Kostenloser Versand | 3 Tage | Nur für Kunden, die nicht auf die erste Erinnerung geklickt haben |
| Zweite Bestellung | Kunden, deren erste Bestellung zugestellt wurde | %5 | 30 Tage | Einmal pro Person |
| Rückgewinnung | Kunden ohne Bestellung seit 60 Tagen | %15 | 7 Tage | Mit Mindestwarenkorbwert |
| Aktionscode | Alle | 75 TL Rabatt ab 750 TL | Während der Aktionsdauer | Nicht mit anderen Gutscheinen kombinierbar |

## Wie misst man die Gutscheinleistung?

Der Erfolg eines Gutscheins wird nicht daran gemessen, wie oft er eingelöst wurde, sondern daran, wie profitabel er Bestellungen gebracht hat, die es ohne ihn nicht gegeben hätte. Diese Kennzahlen sollten Sie verfolgen:

- **Einlösequote:** Das Verhältnis von eingelösten zu versendeten Gutscheinen. Ist sie niedrig, stimmen Angebot oder Timing nicht.
- **Anteil der Bestellungen mit Gutschein:** Wie viel der gesamten Bestellungen mit Gutschein eingehen. Steigt dieser Anteil ständig, lernen Kunden möglicherweise, ohne Gutschein nicht einzukaufen.
- **Umsatz pro Gutschein:** Der Gesamtumsatz der Bestellungen mit Gutschein geteilt durch die Zahl der eingelösten Gutscheine.
- **Gesamtkosten der Rabatte:** Der insgesamt über Gutscheine gewährte Rabatt; er sollte nicht zusammen mit dem Umsatz, sondern zusammen mit dem Gewinn bewertet werden.
- **Neukundenquote:** Wie viele der Bestellungen mit Gutschein Erstbestellungen sind. Bei einem Willkommensgutschein sollte diese Quote hoch sein.
- **Wiederholungsbestellungen nach dem Gutschein:** Ob Kunden, die mit einem Gutschein gekommen sind, eine zweite Bestellung ohne Gutschein aufgeben; das zeigt, ob der Gutschein dauerhafte Kunden gewonnen hat.

Tipp

Testen Sie den Gutschein an einer kleinen Gruppe

Bevor Sie einen neuen Gutschein an alle Kunden senden, schicken Sie ihn an die Hälfte eines Segments und an die andere Hälfte nicht. Der Unterschied bei Bestellanzahl und Umsatz zwischen beiden Gruppen zeigt, wie viele zusätzliche Bestellungen der Gutschein tatsächlich gebracht hat.

## Häufige Fehler bei Gutscheinaktionen

- **Gutschein mit festem Betrag ohne Mindestwert:** Ein 75-TL-Gutschein wird bei einer Bestellung von 100 TL zu einem Rabatt von 75 %.
- **Unbefristeter Gutschein:** Ein Code ohne Enddatum wird noch Monate später verwendet und bringt den Aktionskalender durcheinander.
- **Willkommensgutschein ohne Begrenzung pro Person:** Dieselbe Person kann ihn mit verschiedenen E-Mail-Adressen mehrfach nutzen.
- **Gutschein, der sich mit Aktionen kombiniert:** Wird zusätzlich zum reduzierten Produkt auch noch ein Gutschein angewendet, kann der Gesamtrabatt die Marge übersteigen.
- **Derselbe Gutschein für jeden Kunden:** Ein Rabatt für Kunden, die ohnehin regelmäßig einkaufen, ist Geld, das für einen nicht gewonnenen Verkauf ausgegeben wird.
- **Ständig Gutscheine versenden:** Der Kunde lernt, auf den Gutschein zu warten, und die Verkäufe ohne Gutschein sinken.
- **Gutscheine nicht messen:** Werden Einlösungen und Gewinn nicht verfolgt, weiß man nicht, welcher Gutschein funktioniert hat.

## Checkliste für Rabattgutscheine

| Prüfpunkt | Warum ist das wichtig? |
| --- | --- |
| Sind Zweck und Zielkunde des Gutscheins klar? | Ein Gutschein ohne Ziel ist lediglich eine Preissenkung. |
| Liegt der Rabattbetrag unter dem Gewinn der Bestellung? | Ein Gutschein, der ihn übersteigt, macht die Bestellung zum Verlustgeschäft. |
| Hat der Gutschein mit festem Betrag einen Mindestwarenkorbwert? | Bei kleinen Bestellungen wird der Prozentsatz sehr hoch. |
| Wurde das Gültigkeitsdatum festgelegt? | Ein unbefristeter Gutschein sickert durch und gerät in Vergessenheit. |
| Gibt es ein Nutzungslimit pro Person? | Es verhindert Missbrauch. |
| Sind Produkte mit niedriger Marge und rabattierte Produkte ausgenommen? | Kombinierte Rabatte vernichten den Gewinn. |
| Enthält der Code leicht zu verwechselnde Zeichen? | Eine fehlerhafte Eingabe wird zur Beschwerde. |
| Werden Nutzung und Gewinn gemessen? | Ein Gutschein, der nicht gemessen wird, lässt sich nicht verbessern. |

Lesetipp

Wie steigert man den durchschnittlichen Warenkorbwert? 12 Wege, den Umsatz pro Bestellung im

E-Commerce

zu erhöhen

## Gutschein- und Kampagnenverwaltung mit Faprika

In der Faprika-E-Commerce-Infrastruktur verwalten Sie Kampagnen über das Kampagnenmodul, personalisierte und automatische Gutscheine über die Erweiterung [Roket Marketing-Automatisierung](https://www.faprika.com/de/erweiterungen/roket-marketing-automation).

- **Kampagnenmodul:** Unbegrenzte Kampagnenkonfigurationen; Kampagnen nach Warenkorbsumme und Warenkorb-Zwischensumme, „X kaufen, Y zahlen“, Geschenkprodukte, Versandkampagnen, Kampagnen nach Zahlungsart sowie Sonderkampagnen auf Monats-, Wochen-, Tages- oder Stundenbasis.
- **Geschenkgutscheine und Bonuspunkte:** Mit der Erstellung von Geschenkgutscheinen sowie Gutschein- und Bonuspunkte-Kampagnen erhalten Kunden einen Wert, den sie beim nächsten Einkauf einlösen können.
- **Personalisierte Gutscheine (Roket):** Der Schritt „Gutschein erzeugen“ innerhalb der Automatisierung erstellt einen kundenspezifischen Rabattgutschein; der Code wird automatisch in die nachfolgenden E-Mails und SMS eingefügt.
- **Fertige Szenarien (Roket):** Willkommensgutschein, zweistufige Warenkorb-Rückgewinnung, „Wir vermissen Sie“-Gutschein zur Kundenrückgewinnung und Dankeschön-Gutschein nach der Lieferung; Laufzeit und Rabatt legen Sie selbst fest.
- **Sichtbarkeit für den Kunden (Roket):** Der Kunde sieht Rabatt, Ablaufdatum und Status auf der Seite „Meine Gutscheine“ in seinem Konto; im Panel gibt es auf der Kundenkarte den Reiter „Roket-Gutscheine“.
- **Gutschein per Pop-up (Roket):** Hinterlässt ein Besucher seine E-Mail-Adresse, können Sie ihm auf Wunsch einen Gutscheincode anzeigen.
- **Messung:** Roket zeigt für jede Automatisierung Versand, Öffnungen, Klicks, Bestellungen, Umsatz sowie erzeugte und eingelöste Gutscheine; der Kampagnen-Rabattbericht listet zudem auf, wie viel Rabatt und Umsatz die jeweilige Kampagne gebracht hat.

Welche Kampagnenfunktion in welchem Paket enthalten ist, sehen Sie in der Vergleichstabelle auf der Seite [E-Commerce-Pakete](https://www.faprika.com/de/preise).

## Häufig gestellte Fragen

**Was ist ein Rabattgutschein?**

Ein Rabattgutschein ist ein Aktionsinstrument, mit dem ein Kunde auf seine Bestellung einen Rabatt, kostenlosen Versand oder ein Geschenkprodukt erhält, indem er im Zahlungsschritt einen Code eingibt oder einen seinem Konto zugewiesenen Vorteil nutzt. Er kann für alle offen oder personalisiert sein.

**Wie erstellt man einen Gutscheincode?**

Beim Erstellen eines Gutscheincodes legen Sie den Code selbst, Rabattart und -höhe, den Mindestwarenkorbwert, das Gültigkeitsdatum, das Nutzungslimit, die Produkte und Kategorien, für die er gilt, sowie die Kombinierbarkeit mit anderen Aktionen fest. Der Code sollte kurz, gut lesbar und frei von leicht verwechselbaren Zeichen sein.

**Ist ein Prozentgutschein oder ein Festbetragsgutschein besser?**

Ein Prozentgutschein gewährt mit wachsendem Warenkorb mehr Rabatt; ein Festbetragsgutschein schützt bei großen Warenkörben die Marge, erhöht aber bei kleinen den Prozentsatz. Ein Festbetragsgutschein ist mit einem Mindestwarenkorbwert sicherer, ein Prozentgutschein mit einer Rabattobergrenze.

**Wie wird der Gutscheinwert bestimmt?**

Der Gutscheinwert sollte den Betrag nicht übersteigen, der vom Rohgewinn pro Bestellung nach Abzug der Bestellkosten wie Versand und Verpackung übrig bleibt. Bei einem Warenkorb von 600 TL, 40 % Marge und 55 TL Bestellkosten bleiben 185 TL; in diesem Beispiel macht ein Gutschein über 30 % die Bestellung zum Verlustgeschäft.

**Was ist ein Einmalgutschein?**

Ein Einmalgutschein ist ein für einen Kunden erzeugter Code, der nur einmal eingelöst werden kann. Er gelangt nicht auf Gutscheinportale, kann nicht missbraucht werden, und es lässt sich messen, welcher Kunde den Gutschein eingelöst hat.

**Wie misst man den Erfolg einer Gutscheinaktion?**

Verfolgt werden die Einlösequote, der Anteil der Bestellungen mit Gutschein, der Umsatz pro Gutschein, die gesamten Rabattkosten, die Neukundenquote und ob über einen Gutschein gewonnene Kunden später ohne Gutschein erneut bestellen.

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