Inhalt 14 Abschnitte
- Was ist eine Produktvariante?
- Warum sind Produktvarianten für den E-Commerce wichtig?
- Variante oder eigenes Produkt?
- Wie legt man Produktvarianten Schritt für Schritt an?
- Wie verwaltet man Bestand, Preis und Lieferung je Variante?
- Produktvarianten und SEO
- Variantenverwaltung auf Marktplätzen
- Wie berechnet man die Variantenanzahl?
- Setup-Check für Varianten
- Wie liest man Variantendaten?
- Häufige Fehler bei Produktvarianten
- Checkliste für Produktvarianten
- Produktvarianten verwalten mit Faprika
- Häufig gestellte Fragen
Wenn dasselbe T-Shirt in drei Farben und vier Größen existiert, wie viele Produkte hat Ihr Shop dann? Ein Produkt oder zwölf? Die Antwort beeinflusst alles, vom Bestandszählen über Preisaktualisierungen bis zum Marktplatz-Abgleich und zur Retourenquote. Die kurze Antwort auf die Frage Was ist eine Produktvariante lautet: Es ist jede Ausführung desselben Produkts, die sich in einem Merkmal wie Farbe, Größe oder Kapazität unterscheidet, eine eigene Artikelnummer und meist einen eigenen Bestand hat.
In diesem Ratgeber erklären wir, was eine Variante ist, worin der Unterschied zwischen Variante und eigenem Produkt besteht, wie Varianten Schritt für Schritt angelegt werden, wie Bestand, Preis und Barcode auf Variantenebene verwaltet werden und worauf Sie aus Sicht von Suchmaschinen und Marktplätzen achten sollten. Von den beiden Tools im Beitrag berechnet das eine, wie viele Varianten in Ihrem Shop entstehen, das andere zeigt, wie solide Ihre bestehende Variantenstruktur ist.
Was ist eine Produktvariante?
Eine Produktvariante ist die Ausführung desselben Produkts, die sich in genau einem Merkmal unterscheidet. Ein blaues T-Shirt, ein rotes T-Shirt, ein T-Shirt in Größe M oder ein Smartphone mit 128 GB Speicher sind jeweils Varianten. Für den Kunden sind alle „dasselbe Produkt“; für den Shop ist jede ein eigener Verkaufsartikel, denn sie hat einen eigenen Bestand, meist einen eigenen Barcode und manchmal einen eigenen Preis.
Eine Variante besteht aus zwei Teilen: der Option (Name des Merkmals wie Farbe oder Größe) und dem Wert (die Auswahl wie Rot oder M, die das Merkmal annehmen kann). Sind einem Produkt mehrere Optionen zugeordnet, wird jede Kombination der Werte zu einer eigenen Variante: Ein Produkt mit 3 Farben und 4 Größen hat 12 Varianten.
Zusammenhang von Variante, Produkt und Artikelnummer
Drei Begriffe werden oft verwechselt. Das Produkt ist die Karte, die der Kunde sieht. Die Variante ist die wählbare Ausführung dieses Produkts. Die Artikelnummer (SKU) ist der Code, der jede Variante im Lager und im System eindeutig identifiziert. Bei korrektem Aufbau hat ein Produkt mehrere Varianten, und jede Variante hat genau eine eigene Artikelnummer.
| Begriff | Was sagt sie aus? | Beispiel |
|---|---|---|
| Produkt | Die Hauptkarte und Seite, die der Kunde sieht | Basic-T-Shirt |
| Option | Name des unterscheidenden Merkmals | Farbe, Größe |
| Variante | Eine einzelne Kombination von Optionswerten | Blau, M |
| Artikelnummer (SKU) | Eindeutiger Code zur Identifikation der Variante | TSR-MV-M |
| Barcode | Zahlencode, der die Variante beim Scannen erkennt | Bei jeder Variante eigen |
Warum sind Produktvarianten für den E-Commerce wichtig?
Die Variantenstruktur betrifft gleichzeitig die Schaufenster- und die Lagerseite des Shops. Sie erleichtert dem Kunden die Auswahl und gibt Ihnen den richtigen Bestand, den richtigen Preis und einen sauberen Katalog. Eine fehlerhafte Variantenstruktur dagegen kann sich mit einem einzigen Fehler auf Hunderte Produkte ausbreiten.
- Erleichtert die Auswahl: Der Kunde trifft seine Auswahl auf einer einzigen Produktseite, statt für jede Farbe und Größe eine eigene Seite zu suchen; auch Ihr Produktkatalog bläht sich nicht auf.
- Zeigt den Bestand korrekt: Die Bestandsführung auf Variantenebene zeigt auf der Produktseite richtig an, dass „Blau M ausverkauft, Blau L aber verfügbar ist“; der Kunde bestellt keine nicht vorrätige Ware.
- Verpasst keinen Verkauf: Eine Benachrichtigung kann nur für die ausverkaufte Variante aktiviert werden; die anderen Varianten werden weiter verkauft.
- Stärkt das Reporting: Sie sehen, welche Größe schnell ausverkauft ist und welche Farbe liegen bleibt, und passen die Bestellmenge entsprechend an.
- Erleichtert die Marktplatz-Anbindung: Marktplätze verlangen Produkte auf Options- und Artikelnummernebene; korrekt aufgebaute Varianten vereinfachen den Abgleich.
- Erhält die Sichtbarkeit in der Suche: Wird ein Produkt unter einer Adresse gebündelt, teilt sich der Wert nicht auf viele Seiten auf.
Variante oder eigenes Produkt?
Die Regel ist einfach: Sieht der Kunde dies als „andere Auswahl desselben Produkts“, ist es eine Variante; sieht er es als „anderes Produkt“, ist es ein eigenes Produkt. Die Größe ist fast immer eine Variante. Die Farbe lässt sich auf zwei Arten abbilden, und die richtige Wahl hängt vom Produkt ab.
Welches Modell passt wann?
| Situation | Empfohlenes Modell | Warum? |
|---|---|---|
| Größe, Schuhgröße, Maß | Variante | Das Produkt ist dasselbe; nur Bestand und Maß ändern sich |
| Bild und Beschreibung der Farbe unterscheiden sich stark | Je Farbe ein eigenes Produkt, miteinander verknüpft | Jede Farbe erhält eigene Fotos, einen eigenen Titel und eine eigene Adresse |
| Die Farbe ist nur ein Farbtonunterschied | Variante | Die Auswahl auf einer Seite genügt |
| Kapazität, Speicher, Packungsgröße | Variante | Preis- und Bestandsunterschiede werden über die Option verwaltet |
| Völlig anderes Modell | Eigenes Produkt | Andere Beschreibung, andere Suchabsicht |
In Branchen wie der Mode, in denen die Farbe eine visuelle Entscheidung ist, ist es üblich, jede Farbe als eigene Produktseite anzulegen und die Farben miteinander zu verknüpfen. Der Kunde wechselt per Tipp auf die Farbmuster der Produktseite zur Seite der jeweiligen Farbe; die Größen stehen auf jeder Farbseite als Option. So nutzen Sie farbspezifische Fotos und verwalten die Größen trotzdem an einer Stelle.
Wie legt man Produktvarianten Schritt für Schritt an?
Varianten Produkt für Produkt von Hand anzulegen ist langsam und fehleranfällig. Definieren Sie Optionen und Werte besser einmal und weisen Sie sie dann den Produkten zu; das sorgt für Konsistenz im Katalog. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf.
- Optionen festlegen: Listen Sie auf, welche Merkmale in Ihrem Shop die Kaufentscheidung beeinflussen: Größe, Schuhgröße, Farbe, Kapazität, Material. Nur entscheidende Merkmale werden zu Optionen.
- Werte einmal definieren: Legen Sie die möglichen Werte jeder Option (zum Beispiel S, M, L, XL) an einer Stelle an. Beim Zuweisen zum Produkt müssen Sie die Werte nicht erneut eingeben, und es entstehen keine uneinheitlichen Bezeichnungen (Large, L, groß).
- Dem Produkt zuweisen und als Pflicht festlegen: Fügen Sie die Option den jeweiligen Produkten hinzu. Markieren Sie die Option als Pflicht, damit der Kunde nicht ohne Auswahl in den Warenkorb legen kann.
- Jeder Variante eine eindeutige Artikelnummer geben: Die Codes sollten aussagekräftig und eindeutig sein; zwei Varianten dürfen nicht denselben Code haben.
- Barcode auf Variantenebene eingeben: Nicht der Barcode des Produkts, sondern der eigene Barcode jeder Variante wird im Lager gescannt und an die Marktplätze übermittelt.
- Bestand der Variante zuordnen: Der Gesamtbestand ist keine einzelne Zahl, sondern die Summe der Varianten; geben Sie deshalb den Bestand jeder Variante einzeln ein.
- Preis- und Lieferunterschiede definieren: Ist eine Variante teurer, binden Sie den Aufpreis an die Variante, ist sie schwerer, das zusätzliche Desi, und ist sie nicht auf Lager, die Lieferzeit.
- Standardauswahl und Bild prüfen: Entscheiden Sie, welche Variante vorausgewählt ist, und stellen Sie sicher, dass sich das Produktfoto ändert, wenn eine Farbe gewählt wird.
Was sollte der Kunde bei der Variantenauswahl sehen?
Der Auswahlbereich auf der Produktseite sollte schlicht und klar sein. Der Kunde sollte auf einen Blick erkennen, was er auswählt, was ausverkauft ist und ob die Auswahl den Preis ändert. Die folgende Grafik zeigt die Teile eines guten Auswahlbereichs.
- Farbmuster als Kreis oder kleines Foto: Den Farbnamen zu nennen genügt nicht, der Kunde möchte die Farbe sehen.
- Schaltflächen für die Größe: Bei wenigen Werten verkürzen Schaltflächen die Auswahl statt einer Dropdown-Liste auf einen Fingertipp.
- Ausverkaufte Optionen müssen klar erkennbar sein: Statt den ausverkauften Wert auszublenden, zeigen Sie ihn abgeblendet und bieten „Benachrichtigen, wenn wieder verfügbar“ an; das sichert den Verkauf.
- Der Preis muss sich der Auswahl anpassen: Ändert sich der Preis der Variante, muss sich bei der Auswahl auch der Preis sofort ändern.
- Die Größentabelle sollte in der Nähe stehen: Ein Link zur Größentabelle direkt neben der Größenauswahl senkt die Retourenquote.
Wie verwaltet man Bestand, Preis und Lieferung je Variante?
Der eigentliche Wert der Variante liegt darin, dass Informationen auf Optionsebene statt auf Produktebene geführt werden können. Nicht alle Größen desselben Produkts verkaufen sich gleich schnell, werden zum selben Preis eingekauft oder in derselben Zeit geliefert; das System muss das einzeln wissen.
1. Bestand
Jede Variante hat einen eigenen Bestand. Die Angabe „auf Lager“ auf der Produktseite sollte sich nach der vom Kunden gewählten Variante richten. Wird nur der Gesamtbestand betrachtet und „auf Lager“ angezeigt, bestellt der Kunde eine ausverkaufte Größe und erlebt eine Stornierung.
2. Preis
Bei den meisten Varianten ist der Preis gleich. In manchen Fällen ist aber ein Unterschied nötig: ein Modell mit größerem Speicher, eine Sonderfarbe, eine große Größe. Dieser Unterschied wird als Auf- oder Abschlag zum Hauptpreis an die Variante gebunden. Wollen Sie eine überzählige Größe abverkaufen, können Sie auch einen besonders niedrigen Preis für diese Variante festlegen.
3. Lieferung und Versandmaß
Eine vorrätige Variante kann sofort, eine in Produktion befindliche später versandt werden; wird dieser Unterschied an der Variante hinterlegt, sieht der Kunde das richtige Lieferdatum. Ist eine große Größe schwerer oder sperriger, lässt sich ebenso ein zusätzlicher Desi-Unterschied definieren, damit die Versandkosten richtig berechnet werden.
4. Einkaufspreis und Rentabilität
Wenn Sie den Einkaufspreis der Variante eingeben, sehen Sie, welche Option wirklich Gewinn bringt. Eine teure Kapazität oder eine Sonderfarbe kann mit dem Verkaufspreis auch die Kosten erhöhen.
| Angabe | Auf Produktebene oder auf Variantenebene? | Warum? |
|---|---|---|
| Name, Beschreibung, Kategorie | Produkt | Gilt gemeinsam für alle Varianten |
| Artikelnummer und Barcode | Variante | Im Lager und auf dem Marktplatz wird jede Option einzeln erkannt |
| Bestandsmenge | Variante | Jede Option ist unterschiedlich schnell ausverkauft |
| Verkaufspreis | In der Regel Produkt, bei Bedarf Variante | Ein Unterschied wird nur bei Bedarf definiert |
| Lieferzeit | Bei Bedarf Variante | Vorrätige und in Produktion befindliche Optionen können sich unterscheiden |
| Einkaufspreis | Variante | Der Gewinn kann bei jeder Option anders sein |
| Foto | Produkt und Farbe | Bei Farbauswahl muss das richtige Bild erscheinen |
Produktvarianten und SEO
Der Aufbau der Varianten beeinflusst die Sichtbarkeit in Suchmaschinen direkt. Das Grundprinzip lautet, den Wert desselben Produkts nicht aufzuteilen und Suchmaschinen klar zu sagen, welche Seite die Hauptseite ist.
- Legen Sie für Größe und Maß keine eigenen Adressen an: Eine eigene Seite je Größe wiederholt fast denselben Inhalt und teilt den Wert auf. Größen sollten auf einer einzigen Produktseite als Option bleiben.
- Unterscheiden Sie Farbseiten, wenn Sie jede Farbe als eigene Seite anlegen: Titel, Beschreibung und Fotos der Farbseiten müssen farbspezifisch sein; sonst entsteht ein Problem mit doppeltem Inhalt.
- Melden Sie Produktdaten auf Variantenebene: In den strukturierten Daten müssen Preis und Bestandsstatus jeder Variante korrekt angegeben werden. Falsche Bestandsangaben erzeugen in den Suchergebnissen falsche Erwartungen.
- Packen Sie nicht alle Optionen in den Titel: Verwenden Sie statt Titeln wie „Basic-T-Shirt Blau Größe M“ einen Titel, der das Produkt selbst beschreibt; die Optionen werden auf der Seite angeboten.
- Löschen Sie ausverkaufte Varianten nicht von der Seite: Die Option kann ausverkauft sein; die Produktseite selbst sollte weiter bestehen.
Variantenverwaltung auf Marktplätzen
Wenn Sie auf mehreren Marktplätzen verkaufen, müssen die Varianten zwischen den beiden Systemen korrekt abgeglichen werden. Jeder Marktplatz verlangt Produkte mit seiner eigenen Optionsstruktur: Manche erwarten Farbe und Größe als getrennte Felder, andere als gruppierte Positionen unter einem einzigen Modellcode.
- Die Artikelnummer ist der Schlüssel für den Abgleich: Eine Bestellung vom Marktplatz wird über die Artikelnummer Ihrer Variante zugeordnet. Ist der Code falsch oder doppelt, wird der Bestand von der falschen Variante abgebucht.
- Barcodes müssen eindeutig sein: Wird derselbe Barcode bei zwei Varianten verwendet, führt das im Lager zum Versand des falschen Produkts.
- Optionsnamen müssen standardisiert sein: Erwartet der Marktplatz „Rot“, stört „Rötlich“ oder „Red“ den Abgleich. Halten Sie die Namen in Ihrem eigenen Katalog von Anfang an einheitlich.
- Der Bestand muss in Echtzeit aktualisiert werden: Der Variantenbestand wird über die Verkaufskanäle geteilt; eine in einem Kanal verkaufte Option muss auch im anderen abgebucht werden.
Wie berechnet man die Variantenanzahl?
Die Variantenanzahl ist das Produkt der Wertanzahlen der Optionen. Bei einer Option ergeben 5 Werte 5 Varianten; kommt als zweite Option mit 4 Werten hinzu, sind es 20, mit einer dritten Option mit 3 Werten 60 Varianten. Jede Variante bedeutet eine Artikelnummer, einen Barcode und eine Bestandszahl.
Das folgende Tool berechnet aus den Optionsanzahlen in Ihrem Shop die Variantenanzahl je Produkt und die Gesamtzahl der Artikelnummern, die Sie im Katalog verwalten müssen. Die Werte sind Beispiele; geben Sie Ihre eigenen Zahlen ein.
Beachten Sie im Tool die Wirkung der dritten Option. Bei einem Produkt mit zwei Optionen sind es 15 Varianten; kommt eine weitere Option mit 4 Werten hinzu, steigt die Zahl auf 60. Der Verwaltungsaufwand wächst nicht linear, sondern exponentiell.
Setup-Check für Varianten
Das folgende Tool prüft Ihr bestehendes Setup mit acht Punkten. Markieren Sie, was Sie bereits umgesetzt haben; das Tool zeigt, wie viele Punkte Sie erfüllen und worauf Sie sich konzentrieren sollten.
Wie liest man Variantendaten?
Eine Variante ist nicht nur eine Katalogstruktur, sondern eine Datenquelle. Wie viel von welcher Option verkauft, wie viel zurückgeschickt wird und wann sie ausverkauft ist, fließt direkt in Ihre Bestell- und Produktentscheidungen ein.
- Verkaufsverteilung nach Größe: Ist eine Größe immer zuerst ausverkauft, sollten Sie die Bestellmenge zu dieser Größe verschieben.
- Retouren je Variante: Sind die Retouren einer bestimmten Größe oder Farbe hoch, können Größentabelle, Foto oder Stoffbeschreibung problematisch sein.
- Ausverkaufsgeschwindigkeit: Für schnell ausverkaufte Varianten richten Sie eine Bestandswarnung ein; für liegen bleibende Varianten setzen Sie eine Preis- oder Schaufensteraktion um.
- Anfragen „Benachrichtigen, wenn wieder verfügbar“: Die für eine ausverkaufte Variante angesammelten Anfragen sind die klarste Begründung für eine Nachbestellung.
- Rentabilität: Die Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis der Variante entscheidet, welche Option Sie hervorheben.
Häufige Fehler bei Produktvarianten
- Dieselbe Artikelnummer mehreren Varianten geben: Der Bestand wird von der falschen Variante abgebucht, der Marktplatz-Abgleich gerät durcheinander.
- Barcode auf Produktebene eingeben: Im Lager ist nicht erkennbar, welche Größe gescannt wurde.
- Auf den Gesamtbestand schauen: Die Produktseite zeigt „auf Lager“, die gewünschte Größe ist aber nicht da; Stornierungen und Beschwerden sind die Folge.
- Optionsnamen frei eintippen: L, Large und groß gelten nicht als dasselbe; Berichte und Marktplatz-Abgleich werden unübersichtlich.
- Für jede Unterscheidung eine Option anlegen: Die Variantenanzahl explodiert, die Verwaltung wird schwierig.
- Das Foto bei der Farbauswahl nicht wechseln: Der Kunde sieht die gewählte Farbe nicht, zögert und schickt zurück.
- Ausverkaufte Varianten ausblenden: Der Kunde glaubt, die Größe habe nie existiert; die Chance auf eine Benachrichtigung geht verloren.
- Keine Größentabelle anbieten: Unklare Maße gehören zu den häufigsten Retourengründen.
Checkliste für Produktvarianten
| Titel | Zu prüfen |
|---|---|
| Option | Sind nur Merkmale Optionen, die die Kaufentscheidung beeinflussen? |
| Wert | Werden Optionswerte an einer Stelle mit Standardnamen verwaltet? |
| Artikelnummer | Hat jede Variante eine eindeutige Artikelnummer nach festen Regeln? |
| Barcode | Ist der Barcode auf Variantenebene und eindeutig? |
| Bestand | Wird der Bestand je Variante geführt und auf der Seite nach Auswahl angezeigt? |
| Preis und Desi | Werden Unterschiede bei Bedarf an die Variante gebunden? |
| Bild | Wird bei Farbauswahl das richtige Foto angezeigt? |
| Benachrichtigungen | Ist für ausverkaufte Varianten „Benachrichtigen, wenn wieder verfügbar“ aktiv? |
| Marktplatz | Passen Artikelnummer und Optionsnamen zu den Erwartungen der Marktplätze? |
| Bericht | Werden Verkäufe, Retouren und Ausverkäufe je Variante verfolgt? |
Produktvarianten verwalten mit Faprika
Bei Faprika werden Varianten im Panel unter dem Namen „Produktvariationen“ verwaltet. Welche Funktion in welchem Paket enthalten ist, hängt vom Paket ab; Einzelheiten finden Sie auf der Seite E-Commerce-Pakete.
- Variation einmal definieren, in vielen Produkten nutzen: Unter Katalog > Definitionen > Produktvariationen legen Sie eine Variation (zum Beispiel Buchstabengrößen) und ihre vordefinierten Werte einmal an; beim Hinzufügen zu Produkten müssen Sie die Werte nicht erneut eingeben. Die Schritte werden in der Anleitung Produktvariationen beschrieben.
- Einstellungen je Wert: Für jeden Wert lassen sich ein Variationsaufpreis, zusätzliches Desi und ein Einkaufspreis festlegen; mit „vorausgewählt“ bestimmen Sie, welcher Wert auf der Produktseite vorgewählt erscheint.
- Pflichtauswahl und Auswahltyp: Beim Hinzufügen einer Variation zum Produkt können Sie die Auswahl zur Pflicht machen und das Aussehen des Auswahlfelds (zum Beispiel Dropdown-Liste) festlegen.
- Verknüpfte Produkte für Farben: Die Farben eines Produkts werden im Bereich „Verknüpfte Produkte“ miteinander verbunden; Werte wie Größe, Schuhgröße und Maß werden als Variation definiert.
- Automatische Artikelnummer und Barcode: Mit den Schaltflächen im Produktbearbeitungsbildschirm werden Artikelnummer und Barcode mit einem Klick erzeugt; die Anleitung Automatische SKU- und Barcode-Erstellung beschreibt die Schritte.
- Preise je Variante: Für Varianten lassen sich unterschiedliche Preise eingeben; ob für eine Variante ein abweichendes Lieferdatum eingegeben werden kann, hängt vom Paket ab.
- Benachrichtigungen je Variante: „Benachrichtigen, wenn wieder verfügbar“ und „Benachrichtigen bei Preissenkung“ funktionieren auf Variantenebene, nicht je Produkt; die Anleitung Benachrichtigen, wenn wieder verfügbar beschreibt die Einrichtung.
- Massenbearbeitung: Mit der Massenaktualisierung von Produkten können Sie viele Produkte in einem Durchgang bearbeiten.
- Alle Details an Marktplätze: Beim Senden von Produkten an Marktplätze können Sie alle Details einschließlich Varianten, Farben, Eigenschaften und verknüpfter Produkte übermitteln und Optionen filtern und gesammelt aktualisieren.
- Berichte: Mit Bestands- und Variantenberichten verfolgen Sie, welche Optionen sich bewegen; der Umfang hängt vom Paket ab.
Die Einträge Was ist eine Variante? und Was ist eine Artikelnummer? im Glossar fassen die Begriffe kurz zusammen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Produktvariante?
Eine Produktvariante ist die Ausführung desselben Produkts, die sich in einem Merkmal wie Farbe, Größe oder Kapazität unterscheidet. Jede Variante hat eine eigene Artikelnummer (SKU), meist einen eigenen Barcode und einen eigenen Bestand. Ein blaues T-Shirt in Größe M ist zum Beispiel eine Variante desselben T-Shirts.
Was ist der Unterschied zwischen Variante und Produkt?
Das Produkt ist die Hauptkarte, die der Kunde sieht; Varianten sind die wählbaren Ausführungen dieses Produkts. Der Kunde öffnet ein Produkt und wählt unter den Varianten Farbe und Größe. Bestand und Barcode werden nicht auf Produkt-, sondern auf Variantenebene geführt.
Sollten Farben Varianten oder eigene Produkte sein?
Unterscheiden sich Fotos, Beschreibung und Suchabsicht der Farben stark, ist es besser, jede Farbe als eigenes Produkt anzulegen und die Produkte miteinander zu verknüpfen. Ist die Farbe nur ein Farbtonunterschied, genügt es, sie als Variante auf einer Seite anzubieten. Größe und Maß sind fast immer Varianten.
Wie viele Varianten kann ein Produkt haben?
Die Variantenanzahl ist das Produkt der Wertanzahlen der Optionen; 3 Farben und 5 Größen ergeben 15 Varianten. Kommt eine dritte Option hinzu, steigt die Zahl rasch. Machen Sie für eine gute Verwaltbarkeit nur Merkmale zu Optionen, die die Kaufentscheidung wirklich beeinflussen.
Braucht jede Variante eine eigene Artikelnummer und einen eigenen Barcode?
Ja. Damit jede Option im Lager und auf Marktplätzen einzeln erkannt wird, muss jede Variante eine eindeutige Artikelnummer und einen eindeutigen Barcode haben. Wird derselbe Code bei mehreren Varianten verwendet, wird der Bestand von der falschen Variante abgebucht.
Wie wirken sich Varianten auf die SEO aus?
Für Optionen wie die Größe eigene Adressen anzulegen, dupliziert fast denselben Inhalt und teilt den Wert auf; deshalb sollten Größen auf einer einzigen Produktseite bleiben. Legen Sie jede Farbe als eigene Seite an, bereiten Sie Titel, Beschreibung und Fotos farbspezifisch vor.
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